HOSQuartier an der Holsteiner Straße

  • Status:
  • Typology:
  • Location:Bremen (DE)
  • GBA: m²
  • Year:2022-05
 

 

HOS – Holsteiner Straße – Osterfeuerberg/ Bremen (DE)
Stadtteilzentrum mit 148 Wohneinheiten, Nahversorgern, Café und Kindergarten


Ein Freiraum folgt dem nächsten


Das Ziel: das Stadtteilzentrum Osterfeuerberg um ein breites Angebot an öffentlichen Zonen zu erweitern und es so zu einem nachhaltigen innerstädtischen Lebensraum auszubauen. Der Kniff: Mit einer Abfolge von drei Platzräumen ordnet der Entwurf das urbane Gefüge zu einem formenvielfältigen neuen Quartier, das viele der wesentlichen Funktionen einer Stadt erfüllt.


Zentrum des Quartiers ist der neue Stadtplatz mit Supermarkt, Café und Kindergarten. Er ist zur Holsteiner Straße orientiert und verbindet den bestehenden Brauereihof (Kultur und Gastronomie) mit dem konkaven Quartiersplatz. Als übersichtgebender Boulevard mit Mobility Hub schließt der Quartiersplatz die grüne Mitte an die Nachbarschaft an. Über eine Freitreppe ist dieser naturnah gestaltete Grünraum inmitten der Wohnbebauung wiederum mit dem Kinderspielhof auf dem Dach des Supermarkts verbunden. Das Resultat ist ein abwechslungsreicher Rundweg durch das gesamte Quartier.


Außer Supermarkt, Café und Kindergarten beinhaltet das Hybridhaus am Stadtplatz auch Geschosswohnungen sowie den Großteil der Stellplätze. Das Stadthaus wird in der ersten Bauphase umgesetzt und von der Errichtung eines großzügigen Wohnhofs mit geförderten und freifinanzierten Einheiten sowie mit Reihenhäusern mit nicht unterbauten Eigengärten gefolgt. Während sich der Baukörper des Stadthybrids typologisch an den Bestandsgebäuden im Umland (Schule am Pulverberg und Unionsbrauerei) orientiert, reagieren die schlanken Baukörper der Wohnungs- und Reihenhausbebauung auf die kleineren Strukturen in der Nachbarschaft.


Die Wohngeschoße über dem Kindergarten sind mit einer breiten Laubenterrasse ausgestattet. Die hier befindlichen Einheiten sind allesamt durchgesteckt und bieten durch die wechselnde Baukörpertiefe vielfältige Grundrisse. Über das gesamte Grundstück verteilt finden sich Geschosswohnungen in quartiersverträglichen Drei- und Vierspännern. Die Reihenhäuser an den Grundstücksrändern werden in zwei Breiten ausgeführt.


Seinem Funktionsmix entsprechend versteht sich das Quartier als Collage einzelner Massivhäuser mit verschiedenfarbigen Klinkerfassaden. Ein wiederkehrendes Fensterformat sowie die durchgängig begrünten Dächer schaffen gestalterischen Zusammenhalt. Durch weitgehende Nutzungsüberlagerung (Wohnungen auf Kindergarten auf Supermarkt auf Tiefgarage) können zudem große Grundstücksbereiche unversiegelt bleiben und als Versickerungsfläche dienen.

 



"Was siehst du, Grauschimmel?", fragte der Hahn. "Was ich sehe?", antwortete der Esel. "Einen gedeckten Tisch mit schönem Essen und Trinken, und (...)



[Menschen]


(...) sitzen rundherum und lassen sich's gut gehen!"
"Das wäre etwas für uns", sprach der Hahn. Da überlegten die Tiere, wie sie es anfangen könnten, (...)



[einen Platz für alle zu schaffen.]






Architektur: AllesWirdGut
Auftraggeber: BREBAU GmbH

Wettbewerb: 05.2022 – 1.Preis
BGF:  m²

Team Wettbewerb: Casper Bellink, Georg Scherrer, Jan Schröder, Kristina Mosor, Marko Aćimović, Philipp Schwarz
Team Ausführung: Martin Edelmann

Landschaftsarchitektur: ghl landschaftsarchitekten

Illustrationen: AllesWirdGut & ghl
Visualisierung: AllesWirdGut & ghl
Modell: mattweiss
Zitat: Brüder Grimm aus "Die Bremer Stadtmusikanten" | Abwandlungen [...]: AllesWirdGut