HUBÄrztehaus Hubland

  • Status:Planung
  • Typologie:ARB, WOH
  • Ort:Würzburg (DE)
  • BGF:11.726 m²
  • Jahr:2019-03

HUB – Ärztehaus Hubland/ Würzburg (DE)


Nomen est omen

Große Freiflächen, breite Grünachsen, lockere Bebauung – das durch die Landesgartenschau 2018 geprägte Hublandareal östlich der Würzburger Innenstadt bietet Freiraum für Bewohnerinnen, Studierende und zukünftige Mitarbeiter des Ärztehaus. Im Verknüpfen von Wohn-, Gewerbe- und Dienstleistungsfunktionen stärkt der dreigliedrige Baukörper von AllesWirdGut die Infrastruktur im Neubaugebiet und forciert gleichzeitig die örtliche Durchmischung. Durch unterschiedliche Raumprogramme entstehen verschieden dimensionierte Kuben, die sich sowohl in ihrer Fläche, als auch in ihrer Geschoßigkeit unterscheiden. Ebenerdig folgt das Gebäude dabei durchgängig der Idee, die dienstleistenden Funktionen abzubilden. Arkadenbögen fassen den urbanen Raum und leiten vom öffentlichen in den halböffentlichen Raum über. Die privateren Bereiche liegen hiervon abgegrenzt in den Obergeschoßen und sind durch ein offenes Treppenhaus erschlossen. Die vielgestaltigen Funktionen des architektonischen Trios sind auch in der Fassadengestaltung deutlich ablesbar: Während sich die Flexibilität der Büros durch ein strenges Raster mit großzügigen Öffnungen ausdrückt, werden die Arztpraxen durch eine zurückliegende Bandfassade mit genügend Tageslicht versorgt, wodurch gleichzeitig größtmögliche Privatsphäre geboten wird. Der Wohnbau wiederum ist von privatem Freiraum geprägt, der sich als säumendes Balkonband um das Gebäude legt. Formalästhetisch geeint zeigt sich das Areal vor allem durch den verwendeten roten Beton, der sich ausgehend von den Fronten auf den akzentuierten Außenraum überträgt. Mit Bezug auf den lokaltypischen Mainsandstein erfährt der Ensemblegedanke des Hubs so eine weithin sichtbare Verlängerung: ein Drehkreuz (Neudeutsch: Hub), drei Funktionen, etliche Möglichkeiten.

Architektur: AllesWirdGut
Auftraggeber: Stiftung Juliusspital Würzburg

Wettbewerb: 03.2019 – 1. Preis
BGF: 11.726 m²

Team Wettbewerb: Christian Bischoff, Dominic Fohrer, Felix Reiner

Landschaftsplanung: Toponauten Landschaftsarchitektur

Illustrationen: AllesWirdGut
Visualisierung: AllesWirdGut
Modell: Mattweiss